curriculum vitae

Kindheit

Johann Ludwig wurde 1980 in Köln geboren.
Insbesondere das Umfeld zu Hause im frühen Kindesalter, wo er regelmäßig Proben & Konzerten seines Vaters mit Kammermusikpartnern wie dem Amadeus-Quartett, Boris Pergamenschikow, Max Rostal, Igor Ozim, um nur einige zu nennen, beiwohnte, sowie die Kammermusik innerhalb der Familie, förderten einen natürlichen Umgang mit barocker bis zeitgenössischer Musik.

Ausbildung

Seine musikalische Ausbildung begann 1985 mit Unterricht im Klavierspiel, Komposition & Theorie.
Das Violoncellospiel kam kurz darauf hinzu.

Nach Privat-Unterricht bei Werner Matzke und Alwin Bauer folgte, im Alter von erst elf Jahren, das Jungstudium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Maria Kliegel, welcher er in vielerlei Hinsicht das Meiste zu verdanken hat. Weitergehende Stationen seines Studiums waren Claus Kanngiesser, Alexander Lonquich sowie jahrelang das Alban-Berg-Quartett in Köln, und Miklós Perènyi in Budapest.

Meisterkurse bei Mstislaw Rostropowitsch & Wolfgang Böttcher, wie auch Unterricht bei Dirigenten wie Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach & Mario Venzago, erweiterten seinen Horizont. Weitere wichtige Impulse erhielt Johann Ludwig von Siegfried Palm, Mirko Dorner und David Geringas.

Auf der Bühne

Bereits mit elf Jahren spielte er das Konzert a-moll von Saint-Saëns als Solist mit dem Staatsorchester Frankfurt/Oder. Nur wenige Jahre später folgte die erste CD-Produktion mit Haydns C-Dur Konzert. Weiterhin konzertierte er unter anderem mit Orchestern wie dem Tschechischen Rundfunkorchester Prag, WDR Köln, Philharmonia Hungarica, Nicolaus Esterházy Sinfonia Budapest sowie den Staatsorchestern in Kiel, Halle und Frankfurt/Oder, und spielte als Solist in Sälen wie Kölner Philharmonie, Tonhalle Düsseldorf, Rudolfinum Prag, großer Sendesaal des ORF Wien, großer Sendesaal des WDR Köln.

Kammerkonzerte mit Thomas Brandis, Saschko Gawriloff, Hartmut Rohde, Stewart Eaton, Siegfried Palm und Wolfgang Güttler inspirierten ihn und formten sein musikalisches Verständnis maßgeblich.
Regelmäßiges Klaviertrio- und Streichquartettspiel gehören ebenso in sein Leben wie der Umgang mit Komponisten unserer Zeit und die Liebe zur Barockmusik, insbesondere die Oratorien und Passionen des großen Meisters Bach.

Bekannte Musikfestivals wie jene in Davos (Schweiz), Süd-Böhmen (Tschechien), Maringá (Brasilien), Meran (Italien), Dresden, Rheingau und Mecklenburg-Vorpommern (alle Deutschland) luden ihn für Konzerte ein.

Preise, Stipendien und Einspielungen

Allein beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ bekam Johann Ludwig viermal den 1. Preis zugesprochen: 1992, 1994 und 1996 „Violoncello solo“, 1995 als Mitglied seines damaligen Klaviertrios. Es folgten unter anderem ein 2. Preis Internationaler Rundfunkwettbewerb „Concertino Praga“ in Prag, Tschechien, 1995, 1. Preis Internationaler Charles Hennen Concours in Heerlen, Niederlande, 1996, 2. Preis Kammermusikwettbewerb in Osaka, Japan, 1996, zumeist verbunden mit diversen Sonderpreisen.

Stipendien erhielt er von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Deutschen Stiftung Musikleben, der Kunststiftung des Landes NRW, der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung und der Jürgen Ponto-Stiftung, die ihm eine vielschichtige Ausbildung – auch abseits der Musik – ermöglichten.

Neben zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen für ARD (NDR, WDR, BR), ZDF, RTL, ORF, RAI, VOX, Arte, sind CDs mit Duos für Violine & Violoncello von Dorner, Haydn, Honegger, Martinu & Schulhoff (Telos) und Poppers Requiem für drei Violoncelli & Orchester (Naxos) im Handel erhältlich.

Im Graben

Als Orchestermusiker arbeitete Johann Ludwig von 2006-2008 als Solocellist des Philharmonischen Orchesters Regensburg.
Seit 2008 ist er Solocellist der Badischen Staatskapelle Karlsruhe und ist gern gefragter Gast anderer Orchester.
Seit 2015 ist Johann Ludwig Konzertmeister der Violoncelli am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

Abseits der Musik

Selbst einem sehr jungen Musiker kann das Schicksal mit körperlichen Problemen schwere Jahre bringen. So blieb es Johann Ludwig zwischen 1997 und 2005 nicht erspart, sein geliebtes Instrument wegen chronischer Sehnenscheidenentzündungen kaum ausüben zu können.

In jener langen Zeit widmete er sich insbesondere dem Unterrichten (Klavier, Violoncello und Früherziehung) sowie der Komposition.

Gleichzeitig arbeitete er aber auch in der Computer-Branche als System- und Netzwerk-Administrator (Solaris, Unix, Linux, MS Server), entwickelte Backends und Tools (u.a. Datenbankanbindung PHP, MySQL, Apache, XML-Connectivity) für Flash-basierte Inhalte offline/online und ein eigenes Flash-basiertes Content Management System.
Auch erwarb er detaillierte Kenntnisse in der analogen wie digitalen Aufnahme-Technik, von welcher er bis heute profitiert. So produziert er gesamte DVDs/CDs für klassische Musiker, Ensembles und Bands ab dem Mikrophonieren bis zum fertigen Master.

Zu seinem großen Glück ist er seit 2005 komplett beschwerdefrei und kann seinem geliebten Beruf wieder in alter Manier mit vollem Enthusiasmus nachgehen.

Aus der schweren Zeit sind viele wichtige Sachen wie aufrichtige Freundschaft, der körperliche wie geistige Ausgleich durch Sport, die Liebe zum Unterrichten sowie das ständige, unerbittliche Arbeiten an sich selbst zu einer selbstverständlichen Herzensangelegenheit für ihn geworden.

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